Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Stadtverband Bad Vilbel / Karben e. V.

Gedanken eines baustellenerprobten Nidda-Radweg-Pendlers

Lange hatten wir darauf warten müssen: Zeitgleich zum Erscheinen der Dezember-Ausgabe der FRANKFURT aktuell war der Nidda-Radweg zwischen Bad Vilbel und der Mündung der Nidda in Frankfurt-Höchst nach gut vier Jahren endlich baustellenfrei.

Siehe da, es geht doch: Termin versprochen und gehalten
Achtung, Baustelle! Nidda-Radweg gesperrt © Christian Martens

Bis zu sechs Baustellen waren es gleichzeitig gewesen, die diese beliebte Strecke unterbrachen.

Bis zu sechs Mal war man auf Umleitungen geführt worden, teils über mehrere Kilometer am Stück. Umleitungen haben nicht nur zur Konsequenz, dass die Strecke länger wird. Das wäre meines Erachtens noch akzeptabel. In der Regel aber ist die Oberflächenqualität nicht wie gewohnt (Stichworte Matsch und Schlaglöcher) und/oder man wird auf Strecken mit starkem Autoverkehr mit all seinen Gefahren und Konfliktpotenzialen umgelenkt.

Dort wo die Baumaßnahmen der Erneuerung des Weges dienen, hält die Vorfreude auf den Qualitätssprung die Stimmung noch im grünen Bereich. So haben mittlerweile die Abschnitte zwischen dem Freibad in Bad Vilbel und Frankfurt-Harheim sowie zwischen dem Westkreuz Frankfurt, an dem sich die A 5 und die A 648 kreuzen, und Frankfurt-Nied ein ganz neues Niveau erreicht: breiter, schlaglochfrei, einfach eine Lust, dort unterwegs zu sein.

An anderer Stelle, wo die Unterbrechung nicht dem eigentlichen Radweg gilt, wie bei der Nidda-Brücke in Hausen oder dem Düker im Solmspark, ist es schon ärgerlicher, den gewohnten Weg verlassen zu müssen – und das umso mehr, wenn die Baustelle weit länger besteht als ursprünglich angekündigt. Beim Düker im Solmspark reden wir von sieben Monaten Verzögerung, bei der Brücke in Hausen gar von 16 Monaten. Auch die Wegeabschnitte Sossenheimer Wehr und Praunheimer Wehr blieben mit neun und zehn Monaten weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. 

Manchmal fällt es schwer, Verständnis aufzubringen

Das mag alles seine guten Gründe haben. Wenn aber gleichzeitig zu beobachten ist, dass die Bautätigkeiten für längere Zeit unterbrochen werden, dann fällt es schwer, Verständnis aufzubringen. Die eine ist davon einfach nur genervt, der andere reagiert mit Ignoranz und umfährt bzw. öffnet vorhandene Absperrungen. Letzteres Verhalten wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für den Bereich der Baustelle Sossenheimer Wehr im Sommer 205 ausführlich thematisiert – nach meinem Empfinden allerdings recht einseitig, denn die oben genannten Ärgernisse wurden erst gar nicht erwähnt.

Christian Martens


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